Begrüßung vor einem Spiel Beginn 71iger Jahre

DER SV Laßnitzhöhe
stellt sich vor

 Vereinsgeschichte Teil 1 – 4

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Chronik Teil 1

Die Geschichte dieses Vereines ist, wie jene vieler anderer Vereine, von Höhen und Tiefen durchwandert und von vielen sich unentgeltlich einsetzenden Mitgliedern und Gönnern geprägt. In diesem Kapitel der Ortsgeschichte soll nun ein Abriss der Vereinsgeschichte vermittelt werden, der dem aktiven wie dem unterstützenden Mitglied einen Überblick über 50 Jahre Sportverein Laßnitzhöhe gewinnen lässt.

Nach den Wirren des 1. Weltkrieges gab es im damaligen Bereiche Laßnitzhöhe, also in den Gemeinden Wöbling und Teilen von Höf, einen Aufschwung im Eis- und Sprungsport. Durch ständigen Schneemangel, vor allem aber durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges, brachen diese Aktivitäten jäh ab und der in den 20iger Jahren gegründete Verein löste sich auf. Aber schon in den Jahren 1947 und 1948 fanden sich im Laßnitzhöher Bereich sportbegeisterte junge Männer, wie Josef Greimel, Herbert Mrosek, Franz Voit und viele mehr, zusammen und bildeten eine sportliche Kameradschaft, in welcher alle Möglichkeiten genutzt wurden, um im Sommer wie auch im Winter Sport zu betreiben. Speziell Fußball wurde auf den verschiedensten Wiesen, wie z.B. auf der Zenzmaier oder Radl Wiese, gespielt, da die Errichtung einer Sportanlage mangels Geldmittel und der Zugehörigkeit des Bereiches Laßnitzhöhe zu mehreren Gemeinden lediglich ein Wunschtraum war.

 Erste Kampfmannschaft am Laßnitzhöher SportplatzErste Kampfmannschaft am Laßnitzhöher Sportplatz

Mit 01.01.1951 wurde nun die Großgemeinde Laßnitzhöhe errichtet. Es hatten sich bis zu diesem Zeitpunkt immer mehr Sportbegeisterte zusammengefunden, welche die Zeit für die Gründung eines Vereines als reif erachtet sahen. Von solchen Grundsätzen bewegt fand nun am 04.03.1951 in der Kurhausrestauration in Laßnitzhöhe die vom Proponenten Komitee, unter Vorsitz des  Dentisten Karl Smetan, einberufene Gründungsversammlung statt. Bei dieser Versammlung wurde auch der erste arbeitsfähige Vereinsausschuss gewählt, welchem folgende Personen angehörten:

Obmann:                    Karl Smetan

Obm.Stv:                    Humbert von Noll

Schriftf.                      Josef Greimel

Schrift,Stv:                 Willi Semmelweis

Kassier:                      Franz Gutkauf

Sportwart:                 Peter Treffner

Im Jahre 1952 gelang es nun dem Vorstand mit Herrn Josef Meichenitsch einen Pachtvertrag für ein Feld am Präbachweg abzuschließen, und so die Voraussetzungen für die Errichtung eines Sportplatzes zu schaffen.‘ Im selben Jahr trat der Verein auch der Union als Dachverband bei, und es wurden dann von dieser Institution auch Kostenanteile für den Bau der künftigen Sportanlage übernommen. Daraufhin konnte unter großem persönlichen Einsatz der Spieler und Mitglieder sowie der Unterstützung anderer Personen eine Sportanlage errichtet werden, die bis zum Herbst des Jahres 1981 in dieser Form benutzt wurde. Als Umkleidekabine durfte die Tenne des Herrn Meichenitsch verwendet werden, wobei zur Körperpflege das Wasser des Hausbrunnens benutzt wurde. Das erste Heimspiel wurde seitens Laßnitzhöhe in rot-schwarz gestreiften Leibchen und schwarzen Hosen gegen Lieboch ausgetragen und endete 1:1. Zu den Auswärtsspielen fuhr man damals mit einem offenen Lastwagen oder, etwas später, mit der Eisenbahn.

Chronik Teil 2

Unter diesen einfachen Voraussetzungen wurde mit eiserner Kameradschaft sowie Freude am Sport weitergespielt und sogar im Jahre 1954 eine eigene Sektion Korbball für Mädchen und eine Sektion Tischtennis, welche in der Kurhausrestauration ihren Spielbetrieb aufnahm, gegründet. Unter Mitwirkung der Gemeinde Laßnitzhöhe gelang es nunmehr im Jahre 1955 das erste Umkleidehaus zu errichten, das bis zum Jahre 2000 zur Benützung zur Verfügung stand. Einen wichtigen Meilenstein in der Vereinsgeschichte bildete das Jahr 1962, in welchem nun erstmals eine Schülermannschaft, bestehend aus ehrgeizigen Buben, ins Leben gerufen wurde. Die Spielerqualität in dieser Mannschaft war derart hoch, dass drei Buben sogar in die Steirische Schülerauswahl einberufen wurden.

 Schülermannschaft in den 60iger JahrenSchülermannschaft in den 60iger Jahren

Aber nicht nur sportlich versuchte der Vorstand dem Verein Format zu verleihen, sondern auch der kulturellen Komponente wurde Rechnung getragen. Ende der 50iger und Anfang der 60iger Jahre trat der Verein mehr und mehr mit diversen Veranstaltungen, wie Sportlerbällen und Waldfesten im Bretschneiderwald, an die Öffentlichkeit, um einerseits Geld für die Vereinskasse zu gewinnen, und andererseits aktiv als Veranstaltungs- und Kulturträger im Ort aufzuscheinen. Dies ging sogar soweit, dass vom Verein die auch noch heute durchgeführte Nikolobescherung ins Leben gerufen und so ein weiterer Beitrag für Gemeinde und Bevölkerung geleistet wurde. Für das Jahr 1968 wäre im speziellen noch die Gründung einer Sektion Judo von Bedeutung, die jedoch mangels Trainingsmöglichkeiten ihren Betrieb bald einstellen musste. (Seit Jahren wird Karate wieder voll betrieben)

Das Kameradschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl sowie sportliche Leistungen aller Spieler nicht umsonst waren, bewies die Kampfmannschaft in der Spielsaison 1972/73, als in der 2. Klasse der Meistertitel erspielt und der Aufstieg in die 1. Klasse Graz erreicht wurde. Ein Jahr darauf wurde der Verein in ,,SV Union Schwarzl-Beton Laßnitzhöhe“ umbenannt und von dieser Firma, insbesondere von Herrn Karl Schwarzl selbst, als Sponsor in den nächsten Jahren maßgeblich unterstützt. Da trotz aller Sponsorgelder die Vereinskasse aufgrund der laufenden Ausgaben und der immer höher werdenden Kosten für den Spielbetrieb immer wieder gefüllt werden musste, verband man das Angenehme mit dem Notwendigen und der Vorstand beschloss im Jahre 1975, ein 4 Tage Zeltfest zu veranstalten, welches, vom Wetter nicht unbedingt begünstigt, zufriedenstellend verlief. Dieses Fest wurde auch zum Anlass genommen, das im Jahre 1976 zu begehende 25 Jahr Jubiläum zu feiern

Chronik Teil 3

Aber Vereinsgeschichten haben es an sich, dass auf Höhen, wie Meistertitel und Jubiläen, unweigerlich auch Tiefen folgen. So musste im Jahre 1979, nachdem der Verein gegen einen Anrainer einen Prozess verloren hatte, auf der Westseite des Sportplatzes ein 11 Meter hoher Zaun, versehen mit einem besonderen Geflecht, errichtet werden. Der damalige Vereinsvorstand, unter Führung des mittlerweile verstorbenen Major Ertl, hievte den Verein mit Schwung aus der Krise und es wurde noch stärker und energischer aufgetreten als zuvor. Dies manifestierte sich darin, dass eine Reihe von kulturellen Veranstaltungen, wie Steirische Nachmittage, Sommerfeste und Grillabende, organisiert und durchgeführt wurden, um die Vereinskasse zu sanieren. Aber auch die Sponsoren des Vereines trugen maßgeblich zur Stabilisierung der durch die Prozessniederlage ins Wanken gekommenen Vereinsfinanzen bei.

Begrüßung vor einem Spiel Beginn 71iger Jahre
Begrüßung vor einem Spiel Beginn 71iger Jahre

Der Aufschwung ließ nicht lange auf sich warten, und im Herbst des Jahres 1981 fand das letzte Heimspiel auf dem alten Laßnitzhöher Sportplatz statt, da die Umbauarbeiten für eine neue Sportanlage in Angriff genommen wurden. Während der Phase des Baus fanden die Spiele der Kampfmannschaft sowie der U-20 Mannschaft am Theodor- Körner Platz, einer Anlage der Union, jene der Schülermannschaft auf dem Sportplatz in Kainbach-Hönigtal, statt. Durch tatkräftige Mithilfe vieler Funktionäre, Spieler und Mitglieder sowie der großzügigen finanziellen Unterstützung des Präsidenten Karl Schwarzl und anderer Sponsoren, konnte das Millionenprojekt, welches unter anderem auch ein Pumpenhaus und eine Beregnungs- und Flutlichtanlage sowie ein umfangreiches Drainagenetz enthielt, verwirklicht werden. Die großartige Eröffnungsfeier im Zuge derer die Anlage den Namen ,,Meichenitsch-Schwarzl Stadion“ erhielt, wurde, unter zahlreicher Teilnahme der Bevölkerung, am 29.07.1984 abgehalten.

Ab der Herbstsaison des Jahres 1984 stand nun allen Mannschaften des Sportvereines ,,Union Schwarzl Beton Laßnitzhölte“ für die damaligen Zeit und Spielklasse eine hochmoderne Sportanlage zur Verfügung.

Umbauarbeiten am Sportplatz 1982. Im Bild: Eduard Hacker
Umbauarbeiten am Sportplatz 1982. Im Bild: Eduard Hacker

Chronik Teil 4

Durch den Abgang des damals erfolgreichen und bei Spielern wie sportbegeisterten Ortsbewohnern gleichermaßen beliebten Trainers, Herrn Alexander Leber sen., geriet die Kampfmannschaft ab Herbst des Jahres 1984 zunehmend in eine sportliche Krise. Diese gipfelte schließlich darin, dass die Kampfmannschaft, das Aushängeschild des Vereines, in der Spielsaison 1986/87 trotz guten Spielermaterials in die 2. Klasse Graz absteigen musste.

Während die Kampfmannschaft sportlich betrachtet nun einige Jahre auf der Stelle trat, wurde von allen Trainern hervorragende Jugend und Aufbauarbeit geleistet, sodass für die kommenden Jahre wieder ein sportlicher Aufschwung zu erwarten war. Außerdem wurde bis zum Jahre 1992 von Funktionären und freiwilligen Helfern eine neue, größere Kantine am Sportplatz errichtet, mit welcher es möglich wurde, Fans im speziellen und Zuschauer allgemein, auf dem Sektor des leiblichen Wohles besser zu betreuen.

Spielszene Austria - Laßnitzhöhe 1:0 1985
Spielszene Austria – Laßnitzhöhe 1:0 1985

Zu erwähnen gilt es auch, dass im Jahre 1993 seitens des Steirischen Fußballverbandes eine Klassenrevision durchgeführt und die Kampfmannschaft nun wieder in der 1. Klasse (Mitte B) aufschien. In der Folge machte sich nun auch die in den vergangenen Jahren geleistete Jugendarbeit bemerkbar und die Kampfmannschaft konnte nun in der Spielsaison 1993/94 den Meistertitel in der I. Klasse Mitte B erreichen und in die Gebietsliga Mitte aufsteigen.

Durch diese sicher ausgezeichnete Leistung beflügelt und angespornt, sowie durch zahlreiche begeisterte Zuschauer motiviert, übertraf die Leistung der Mannschaft in der nächsten Saison selbst die Erwartungen der optimistischsten Funktionäre und Fans. In dieser Spielsaison 1994/95 nämlich wurde abermals der Meistertitel errungen und der Aufstieg in die Unterliga Mitte, unter Beifall aller sportbegeisterten Laßnitzhöher, geschafft.

Meistermannschaft 1994
Meistermannschaft 1994

Nach diesen sportlichen Leistungen etablierte und festigte sich die Mannschaft nun in dieser Spielklasse, und der Vorstand mit seinem Obmann Norbert Zottler an der Spitze begann ein neues, umfangreiches Projekt voranzutreiben, nämlich den Bau einer neuen Sportanlage im Moggautal, auf einem Grundstück, welches von der Familie Wollinger zur Verfügung gestellt wurde. Dieses Vorhaben wurde im Herbst des Jahres 1996 in Angriff genommen, wobei im Zuge der Bauarbeiten der dort eingesetzte Bagger ein Fernkabel der Post abgegraben hatte, und es dadurch zu einem Ausfall von einem Drittel der Leitungskapazität zwischen Graz und Wien gekommen war. Trotz dieses Zwischenfalles konnte die Arbeit soweit und so schnell gedeihen, dass die Eröffnung dieser Anlage am 22.6.1997 von statten gehen konnte. Durch den Bau dieser Anlage wurde der ,,alte-neue“ Platz am Präbachweg gewaltig entlastet und somit bespielbar gehalten.“

Abschließend gilt es ein weiteres wichtiges Projekt zu erwähnen. Die Umkleidekabine bei der Sportanlage am Präbach-Weg, die im Jahre 1955 errichtet und bis zum Jahre 2000 gleichsam ohne größere Umbauten noch immer benutzt wurde, musste dringendst durch ein neues Sporthaus ersetzt werden. Die Planung sowie die Kosten für ein solches wurden nun von der Gemeinde Laßnitzhöhe übernommen, und mit den Bauarbeiten wurde im Herbst des Jahres 2000 begonnen. Zunächst wurde die alte Kabine weggerissen und ein neues, schönes Sporthaus im Anschluss an die Kantine errichtet. Die neue Anlage, welche im Juni des Jahres 2001 offiziell eingeweiht wurde, wird vielen Sportlern sicherlich noch Jahre als modernes Sporthaus zur Verfügung stehen.

Der  SV Laßnitzhöhe spielte bis zum Ende der Meisterschaft 2010/2011 in der Unterliga Mitte. Um dem eigenen Nachwuchs verstärkt die Möglichkeit zu geben, sich in der eigenen Kampfmannschaft weiter zu entwickeln, hat sich der Verein entschlossen, freiwillig abzusteigen und spielt seither in der 1. Klasse Mitte B. In der Saison 2014/15 schaffte die Kampfmannschaft über die Relegation, den Aufstieg aus der ersten Klasse Mitte B in die Gebietsliga Mitte.

Basisdaten des SV Laßnitzhöhe

Dachverband
Union
Mannschaften – Erwachsene
2
Mannschaften – Jugend
7
Spieler
200
Adresse
SV Laßnitzhöhe
Hauptstraße 23
8301 Laßnitzhöhe
Kontakt
 +43 664 2537573 – Daniel Krammer
Sportplatz
Sportplatz Sportunion Lassnitzhöhe
Präbachweg 5
8301 Laßnitzhöhe

Standorte

 

Outdoor

Trainingsgelände Moggau (2 Sportplätze)
Moggau 31, 8301 Laßnitzhöhe

Trainings- und Spielstätte SV Laßnitzhöhe (1 Sportplatz)
Präbachweg 5 I 8301 Laßnitzhöhe

Erlebnisweg Sebastian Reloaded
8301 Laßnitzhöhe

Beachvolleyball Platz Moggau
Moggau 31, 8301 Laßnitzhöhe

Mountainbike Parcours Moggau
Moggau 31, 8301 Laßnitzhöhe

Indoor

Halle NMS Laßnitzhöhe
Hauptstraße 75 I 8301 Laßnitzhöhe

Halle Volksschule Nestelbach
Schulstraße 4 I 8302 Nestelbach bei Graz

Pichlerhalle Graz
Pichlergasse 22 I 8041 Graz

Finanzierung des SV Laßnitzhöhe

Wir freuen uns über jeden Sponsor, der unseren Verein, egal ob im Kinder- oder Erwachsenenbereich unterstützen möchte. Wir haben sehr viele Sponsoren, die Sie alle unten im Footer auf unserer Sponsorensektion finden können. Diesen Sponsoren sind wir sehr dankbar und wir versuchen jederzeit die bestmögliche Werbung für sie und den Fußball zu machen.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz besonders bei der Gemeinde Laßnitzhöhe unter Bürgermeister Bernhard Liebmann und bei unserem Obmann Dipl. Ingenieur Hans Weiss bedanken, dass sie unseren SVL zu jederzeit tatkräftig unterstützen und auch nicht davor zurückschrecken neben ihrem zeitlichen Aufwand den Verein auch immer wieder pekuniär zu unterstützen.

Aber es wäre gelogen, wenn wir sagen würden, dass die Finanzierung unseres Vereines und der verschiedenen Sektionen immer leicht ist. Der Sport und damit eine richtige Ausbildung und Top Trainingsverhältnisse kosten Geld. Da wir seit einigen Jahren speziell auf die professionelle Ausbildung unserer Jugend wertlegen, steigen natürlich mit der wachsenden Mitgliederzahl auch die Kosten.

Vielleicht findet der eine oder andere „Laßnitzhöher“ oder eine Firma aus der Umgebung unseren neu eingeschlagenen Weg für den Breitensport Fußball auch unterstützenswert. In diesem Fall können Sie sich jederzeit an unsere Marketingabteilung wenden, um mit uns ein tolles Sponsorenpaket auszuarbeiten. Kontaktieren Sie uns unter marketing@sv-lassnitzhoehe.at